Winterzeit = Putt-Zeit

Die häufigsten Fehler beim Putten und wie man sie vermeidet.

Fehler 1: Der Putter streift beim Abschwung vor dem Ball den Boden und deshalb gerät der Putt zu kurz. Korrektur: Den Putter-Kopf vor dem Rückschwung anheben, und dann den Rückschwung starten.

Fehler 2: Deine Putts gehen häufig ganz knapp am Loch vorbei oder lippen aus. Manche Spieler sind neugierig, ob der Ball ins Loch fällt und schauen dem Ball zu früh nach. Durch das Nachschauen drehen sich die Schultern, dadurch schliesst sich die Schlagfläche und der Ball wird mit einer nach links verkanteten Schlagfläche getroffen. Korrektur: «Putten und hören», d.h. in der Haltung bleiben, bis man den Ball ins Loch fallen hört. Konzentriere dich auf eine gerade Schlagfläche im Finish des Putt-Schwunges.

Fehler 3: «Bergab zu lang – bergauf zu kurz». Stell dir vor, du puttest 12 m bergab und du lässt den Ball 3 m zu lang. Häufig gerät der Bergauf-Putt dann zu kurz.
Korrektur: Lass dich in deiner Vorbereitung nicht von Ergebnissen aus der Vergangenheit beeinflussen, sondern bereite dich auf die Aufgabe vor, die du jetzt lösen möchtest: einen 3-m-Putt bergauf. Mache dafür den passenden Probe-schwung und bringe diesen dann ohne Zögern zum Ball.

Fehler 4: «Underreading» – der Break wird permanent unterschätzt. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Amateure bei der Einschätzung des Break, also der Ablenkung des Balles durch eine Erhebung, meist um das doppelte verschätzen. Deshalb heisst die Talseite des Loches auch die «Amateurseite» und die Bergseite des Loches die «Profiseite».
Korrektur: Kalkuliere bei starken Breaks zum Loch hin das Doppelte. Beachte: Falls du zu weit über das Loch puttest, musst du beim Rück-Putt den Break erneut beachten.

Fehler 5: «Never up – never in», bedeutet auf Deutsch: 100% aller zu kurzen Putts werden nie ins Loch fallen. Korrektur: Gib deinem Ball eine Chance, ins Loch zu fallen. Wähle die Stärke deines Putts so, dass der Ball etwa 50 cm hinter das Loch rollen würde, falls das Loch abgedeckt wäre. So hat der Ball eine Chance, ins Loch zu rollen und der Rück-Putt ist stets machbar.

Fehler 6: Länge oder Richtung? Stell dir vor, wir haben einen 15 m langen Putt vor uns mit einem ganz leichten Break nach 8 m. Auf was solltest du dich eher konzentrieren – auf die Länge oder die Richtung?
Korrektur: Meiner Erfahrung nach verschätzen sich die Spieler bei einer Distanz von 15 m häufiger um 3 m in der Länge als in der Richtung. Die Putt-Vorbereitung ist häufig zu stark von Richtungsgedanken geprägt.

Fehler 7: Visualisieren: Siehst du den Ball ins Loch rollen? Viele Spieler sind so intensiv mit der Putt-Vorbereitung beschäftigt, dass sie vor der Ausführung des Putts nicht mehr zum Loch schauen. Korrektur: Neben der Richtungs- und Längenvorbereitung solltest du vor dem Putt unbedingt visualisieren, wie der Ball über verschiedene Zwischenziele auf dem Grün rollt und dann ins Loch fällt.

Möchtest du dein Putten verbessern, dann melde dich unter rl@swissgolfpark.ch. Wir analysieren deine Putt- Technik und erstellen ein individuelles Trainingsprogramm für dich zu Hause auf der Putt-Matte.

 

Ralf Lehmann

Dipl. Sportwissenschaftler
PGA Master Professional

Wissenswertes Ralf Lehmann hilft Golfern
seit 25 Jahren mit einfachen und effektiven Methoden, ihr spielerisches Potenzial zu entfalten. Er ist seit über zehn Jahren in der Swiss PGA registriert und hat unter anderem folgende Ausbildungen absolviert: PGA Master Professional, Diplom Sportpädagoge (Universität Tübingen), TPI-zertifizierter Golf-Fitnesscoach, Experte für Rhythmus- und kurzes Spiel. Ausserdem wurde er von «QualiCert» als gesundheitswirksamer Golf Pro zertifiziert und referierte für das Bundesamt für Sport in Magglingen.

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