Mein Club – Lucerne Golf Club

Hundert Jahre ist der Lucerne Golf Club schon auf dem Dietschiberg zu Hause. Sein Club Manager und Golf-Pro Roger Furrer ist zwar erst 37 Jahre jung, hat dafür umso mehr Drive.

Wer den für Ortsunkundige gut versteckten Weg auf den Dietschiberg gefunden hat, wird von einem Ensemble heimelig wirkender Gebäude aus Holz und Stein willkommen geheissen. Sie bilden gemeinsam die Basis des Lucerne Golf Club: Das Clubhaus mit Sekretariat, kleinem Pro-Shop und grosszügigen Garderoben für auswärtige Gäste, das Restaurant mit herrlicher Sonnenterrasse und spektakulärem Ausblick auf den Vierwaldstättersee und die Innerschweizer Berglandschaft sowie das herrschaftliche Herrenhaus aus dem 13. Jahrhundert mit Gästesuite, verschiedenen Sitzungs­räumlichkeiten und Smokers Lounge. Eine kleine Kapelle daneben setzt der pittoresk wirkenden Szenerie das i-Tüpfelchen auf. Hier fühlt man sich auf Anhieb wohl – vielleicht auch, weil das viele dunkle Holz, Sprossen- und Butzenfenster sowie Teppiche mit schottischem Karomuster viel britisches Flair verbreiten?

Dem gehobenen Ambiente seiner Arbeits­umgebung angepasst, empfängt einen Club Manager Roger Furrer, stil­voll gekleidet mit Hemd, Jacket und farblich assortiertem Einsteck­tuch. Die Golf­etikette wird auf dem Dietschi­berg gross­geschrieben und ent­sprechend wird auf ordentliche Kleidung geachtet, wie Roger Furrer beiläufig erwähnt: «Im Lucerne Golf Club wird die Tradition gepflegt, schliesslich zählen wir zu den drei ältesten Golfclubs der Schweiz.» Der 37-Jährige steht dem ursprünglich für die britischen und ameri­kanischen Touristen 1903 gegründeten Golf­club mittlerweile in seiner siebten Saison als Manager vor. Dass die 450 Mitglieder und gleich­zeitigen Besit­zerinnen und Besitzer des Lucerne Golf Club ihn als Club Manager wählten, hat einen guten Grund: Roger Furrer hatte mit dreissig Jahren bereits eine beachtliche Karriere als profes­sioneller Golfer hinter sich.

Nach dem Sportgymnasium Davos setzte der gebürtige Flimser alles auf die Karte Golf. Ein Golf-Stipen­dium während seines Wirtschafts­studiums brachte ihn in die USA an die Augusta State University, «wo ich als Golf­vergifteter am richtigen Platz war». Forderste Rangie­rungen an Welt- und Europa­meister­schaften sowie mehr­fache Schweizer­meister­titel bei den Ama­teuren ermutigten Roger Furrer schliesslich dazu, 2008 den Pro-Status anzunehmen. «Nach zwei mässigen Saisons in Europa quali­fizierte ich mich für die PGA Tour Canada und spielte da bis 2014.

Das war eine coole Zeit und ich spielte auf jedem Kontinent.» Dass er während vierzig Wochen im Jahr aus dem Koffer lebte und des­halb wenig familiäre Kontakte pflegen konnte, nahm er in Kauf. «Denn ich habe in dieser Zeit sehr viele gute Kontakte in der inter­nationalen Golf­szene knüpfen können. Und ich habe im Golf gelernt, geduldig zu sein.»

Schon während seiner Golf­karriere bildete sich Roger Furrer im Manage­ment weiter. Mit 30 Jahren war für ihn dann der richtige Zeit­punkt gekommen, vom Profi­sport in ein normaleres Berufs­leben zu wechseln. Auf die Aus­schreibung des Club Manager Postens im Lucerne Golf Club gingen 100 Bewer­bungen ein. Eine davon war die von Roger Furrer und er bekam die Stelle glücklicher­weise zugesprochen. «Ich bin eine sehr aktive Person und passe damit wohl bestens zum Club, der ebenfalls ein leb­haftes Club­leben pflegt», vermutet der Manager. Hier auf dem Dietschi­berg wird Sport und Genuss gelebt und Tradition mit Moderne verbunden.

Das ganze Jahr über finden sportliche und gesell­schaftliche Anlässe für Club­mit­glieder statt, die rege benutzt werden. Dass ein Gross­teil der hier auf­spielen­den Damen und Herren aus den Wirtschafts­regionen Luzern und Zug seien, trage eben­falls dazu bei, dass der Golfclub auch ein ausge­zeichneter Ort fürs Net­working sei, weiss Roger Furrer.

Der Umgangston unter den anwesenden Club­mit­gliedern ist an diesem Tag trotz regnerischer Wetter­lage ausge­zeichnet. Hier wird ein flotter Spruch gemacht, da wird gescherzt. Und mitten­drin ist Roger Furrer, der mit perfekten Umgangsformen und Freund­lichkeit stets Ansprech­partner für alle ist. Zu seinen Auf­gaben zählt aber nicht nur die Betreuung der Clubmitglieder, sondern auch die Weiter­entwicklung des Clubs. So habe er seit seinem Job­antritt beispiels­weise das soge­nannte Bambini-Training für die Kleinsten eingeführt, wie er erzählt: «Unsere Jugend­förderung beginnt bei Kindern im Alter von vier bis fünf Jahren und geht bis zum Junioren­training für Zehn­jährige und älter. Insgesamt haben wir mit diesen Angeboten bereits rund 60 Kinder und Jugend­liche, die bei uns trainieren.» Die Sportlich­keit stehe im Lucerne Golf Club hoch im Kurs. Und die Exklusivität mit maximal 450 Mit­gliedern gehöre ebenfalls zu den Privilegien.

«Wir sind zwar ein Fünfsterne-Club, aber keines­wegs verstaubt», betont Roger Furrer. Der seit 87 Jahren statt­findende Club­wett­streit zwischen Luzern und Zumikon sei deshalb nicht nur eines der ältesten Club­turniere der Schweiz, sondern auch ein sehr prestige­trächtiges, das in beiden Clubs sehr ernst genommen werde. Und dass man auf dem Dietschi­berg nur mit guten Beziehungen zu einem Club­mitglied für eine Golf­runde aufteen könne, verneint der Club Manager umgehend. «Bei uns sind alle Gäste bis Handicap 36 willkommen. Pro Jahr darf man bei uns als Nicht­mitglied maximal drei Runden spielen. Und selbst­verständlich gibt es auch einige Turniere von externen Veranstaltern.»

Alles in allem passt auf dem Dietschi­berg alles zusammen. Die Gast­freund­schaft wird hier nach britischem Vor­bild ebenso gepflegt wie das distinguierte Club­leben. Und das alles geschieht auf einem hervor­ragend gepflegten Golf­platz, der inmitten des Nah­erholungs­­gebietes der Stadt Luzern liegt, von wo aus man spektakuläre Aus­blicke geniessen kann. Wer den Weg dort­hin findet, der wird im Lucerne Golf Club glücklich.

Text: Thomas Borowski    Fotos: Ruben Sprich/ZVG
  • Unsere Highlights
Golfplatz

Allzeit bereit

Keine Startzeiten:

Im exklusiven Lucerne Golf Club, der seinen nur 450 Mitgliedern gehört, werden Traditionen hochgehalten. Eine davon kommt den Spielenden zugute. Denn es gibt keine fixen Startzeiten. Greenfeespieler werden aber gebeten, sich im Voraus im Sekretariat anzumelden.

Golf & Country Club Neuchâtel Court
Bar

Britische Gemütlichkeit

Gastronomie:

Das Gastgeber-Ehepaar Diana und Peter Pfiffner sorgen im schönen Clubrestaurant und auf der Sonnenterrasse mit regionaler und saisonaler Küche für das leibliche Wohl. Eine heimelige Bar und eine separate Smokers Lounge runden das Angebot ab.

Golf & Country Club Neuchâtel Court
Aussicht

Spektakulärer Weitblick

Loch 18:

Die geografische Lage auf dem Dietschiberg ist einmalig. Ob Golfer oder Spaziergänger – von hier oben
geniesst man die Fernsicht über den Vierwaldstättersee und die Bergwelt der Innerschweiz in all ihren Facetten.

Club-Zeugnis

Online-Auftritt
7

Unsere Homepage bietet die wichtigsten Informationen

Lage
10

Diese Lage und der Ausblick sind einmalig

Anfahrt
5

Anfahrtsbeschreibung auf der Homepage konsultieren

Ladestationen für Elektroautos
1

Ladestationen sind bei uns momentan noch kein Thema

Wi-Fi
10

Wir stehen auf Digital-Detox-Zonen, bieten aber WiFi

Garderoben
9

Modern und grosszügig

Restaurant
9

Saisonale und lokale Küche – und der schönste Ausblick

Bar
8

Old-British-Style

Lounge
10

Die Smokers Lounge im Herrenhaus ist etwas Besonderes

Nachhaltigkeit
9

Wir reduzierten Dünger- und Fungizidverbrauch deutlich

Member-Mix
6

Altersgruppe 25- bis 40-Jährige schwach vertreten

VIP-Faktor
10

Unser Clubleben ist sehr aktiv

Atmosphäre
10

Das Ensemble der Clubgebäude und die Lage des Platzes bieten viel Wohlfühlambiente

Kinder
7

Die aktive Jugendförderung ist uns sehr wichtig

Hunde
5

Auf dem Platz und im Clubhaus sind Hunde nicht erlaubt

Noten: 1 (schlecht) 5 (neutral) 10 (outstanding)

Gesamtnote:
7.7

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